Portrait & Historie

Leitbild

Das Leitbild der Stadt Oerlinghausen baut auf vorhandenen Stärken auf und nimmt ein Stück Zukunft vorweg.

Es gibt uns eine Idee, eine Vision von dem Oerlinghausen, in dem wir in Zukunft leben wollen.

Das Leitbild soll

  • helfen, die Identität unserer Stadt klarer zu fassen,
  • Anregung sein, sich an der Umsetzung zu beteiligen,
    eine Orientierung sein für das zukünftige Handeln von Kommunalpolitik und Verwaltung, von Unternehmen, Verbänden, Vereinen und privaten Initiativen,
  • aktuell Anhalt für die Entwicklung von konkreten Maßnahmen und Projekten bieten,
  • als Zwischenergebnis eines eingeleiteten Stadtentwicklungsprozesses verstanden werden.
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Lebensqualität im Lipperland

Die Bergstadt Oerlinghausen ist eine attraktive, historisch gewachsene Stadt, eingebettet in die abwechslungsreichen Landschaften von Teutoburger Wald und Senne. Die Einwohner leben hier gern und fühlen sich wohl.

Sie identifizieren sich mit Oerlinghausen und ihren Ortsteilen Helpup und Lipperreihe und zeigen dies durch Engagement, Interesse und Teilhabe am kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Leben. Alle Teile der Bürgerschaft sollen aus eigener Kraft mitgestalten und Verantwortung übernehmen, kooperieren, solidarisch handeln und tolerant zusammenleben.

Die gastfreundliche Stadt kann aus allen Zentren Ostwestfalen-Lippes sowohl mit individuellen als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf kurzem Weg erreicht werden. Dabei ist Oerlinghausen auch eine weltoffene Stadt, in der partnerschaftliche und freundschaftliche Kontakte zu anderen Städten, Institutionen und Einrichtungen Europas gepflegt werden.

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Stadt mit Vergangenheit und Zukunft

Oerlinghausen ist eine geschichtsträchtige Stadt, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt.

Das Archäologisches Freilichtmuseum, die Überreste des Germanenlagers auf dem Tönsberg, die baulichen Denkmäler im Umfeld des Weber-Parks als Zeugen für die Blütezeit der Textilindustrie, die ehemaligen jüdischen Einrichtungen (Friedhof und Synagoge), die umliegenden Höfe und nicht zuletzt die verwinkelten Stiegen und Tweten der Altstadt lassen die verschiedenen Entwicklungsepochen des Siedlungsraumes bis heute sichtbar werden.

Die Zukunft dieser Stadt sind ihre Kinder. Ihnen bietet Oerlinghausen ein gut strukturiertes Bildungs- und Betreuungsangebot von Kindertagesstätten, einer Grundschule und einem Grundschulverbund (Haupt- und Teilstandort), einer Sekundarschule, einer Schule für lernschwächere Kinder und ein Gymnasium.

Das Bildungsangebot runden vielfältige Möglichkeiten musikalischer Erziehung und Ausbildung sowie umfangreiche Qualifizierungsangebote der Volkshochschule Lippe-West ab. Die schulische Versorgung wird um reichhaltige Angebote des Bildungstourismus, wie die Segelflugschule, die Heimvolkshochschule St. Hedwigshaus und das Archäologische Freilichtmuseum ergänzt.

Oerlinghausen bietet seinen älteren Mitbürgern vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Gestaltung des dritten Lebensabschnitts. Das Angebot in den Senioreneinrichtungen ist umfangreich.

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Stadt mit Kultur

In der Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsszene profitieren wir von engagierten Persönlichkeiten, deren Spuren in der Stadt zu erkunden sich lohnt (z.B. Berthold Müller-Oerlinghausen, Max und Marianne Weber, Niklas Luhmann).

Unsere lebendige Kunst- und Kulturszene profitiert von engagierten Personen und Organisationen.

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Stadt in Bewegung

Die außergewöhnlich gute Sport- und Freizeitinfrastruktur wird von zahlreichen Vereinen getragen und beschränkt sich nicht nur auf die üblichen Einrichtungen, sondern bietet mit dem Waldfreibad, einem ausgedehnten Wanderwegenetz und vor allem dem größten Segelflugplatz Europas echte Höhepunkte.

Aufgrund seiner vielfältigen kulturellen, sportlichen und freizeitorientierten Angebote, die ergänzt werden durch weit über die Region hinaus bekannte Veranstaltungen, wie die Wikingertage des Archäologischen Freilichtmuseums, der Oerlinghauser Weihnachtsmarkt, das Schützenfest und das Helpuper Dorffest, verfügt Oerlinghausen über touristisches Entwicklungspotential.

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Der attraktive und aktive Wirtschaftsstandort

Oerlinghausen ist aufgrund der verkehrsgünstigen Lage mit der Anbindung an zwei Bundesautobahnen und der unmittelbaren Nähe zum Oberzentrum Bielefeld ein attraktiver Wirtschaftsstandort.

Die örtliche Wirtschaft möchten wir ökologisch und sozial verträglich entwickeln und werden die Bedürfnisse der nachkommenden Generationen berücksichtigen. Bei allen städtischen Entscheidungen ist eine solide Finanzpolitik die Leitlinie.

Die ortsansässigen Industrieunternehmen und die Handwerks-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe werden sowohl von der Politik als auch von einer servicebetonten, bürgerfreundlichen Verwaltung unter Beachtung ihrer Eigenverantwortlichkeit für ihr wirtschaftliches Wohlergehen aktiv unterstützt.

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Ökologische Stadt

Oerlinghausens Attraktivität basiert wesentlich auf der Einbettung in großflächige Grün- und Naturräume. Dazu gehören die sechs Naturschutzgebiete auf dem Stadtgebiet (Menkhauser Bachtal mit Schopketal, Trockentäler, Kastentäler und Dünen des oberen Westerholter Baches, Ölbachtal mit Augustdorfer Dünenfeld, Grüte, östlicher Teutoburger Wald, Tönsberg) ebenso wie die angrenzende Kultur- und Naturlandschaft der Senne.

Die Stadtwerke Oerlinghausen haben ein eigenständiges Profil als selbständiger Vollversorger und sind aktiver Partner des Umweltschutzes mit der Energiegewinnung durch Kraftwärmekopplung im Blockheizkraftwerk, der Energiegewinnung in der Holzhackschnitzelanlage sowie mit ihrem Stadtbus im ÖPNV-Angebot.

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Berühmte Namen

 

Oerlinghausen kann mit Namen berühmter Persönlichkeiten aufwarten, die Oerlinghausen als Urlaubsort geschätzt haben oder in Oerlinghausen geboren sind, gelebt und gewirkt haben.

  

Max Weber und Oerlinghausen

"Hier ruft alles Heimat, Heimat." "In Oerlinghausen fühlt man sich wirklich geborgen gegen das Schicksal." Der Sozial- und Kulturhistoriker Prof. Radkau zitiert Max Weber über einen Urlaub im Jahr 1917. Obwohl Weber fußfaul gewesen sei, sei er pfeifend durch die Senne spaziert. "Oerlinghausen vermittle ihm einen Ort von Geborgenheit und Erdennähe."

Max Weber (1864 - 1920) war ein bedeutender deutscher Soziologe, Jurist und Politiker. Er gilt international als einer der Gründerväter der deutschen Soziologie. Er wird als Begründer der Herrschaftssoziologie und als Mitbegründer der Religionssoziologie betrachtet. Neben Karl Marx und Georg Simmel zählt er zu den bedeutenden Klassikern der Wirtschafts-soziologie. Zu zahlreichen Themen der Soziologie publizierte Weber ebenfalls grundlegend.

Mit  Oerlinghausen verbunden ist Weber durch seinen Onkel Carl David Weber (bedeutender Textilunternehmer in Oerlinghausen)  und seine Ehefrau Marianne Weber, die in Oerlinghausen geboren ist. Max und Marianne Weber haben 1893 in Oerlinghausen geheiratet. Nach der Hochzeit zog Max Weber zusammen mit seiner Frau nach Berlin. Sie waren jedoch immer wieder in Oerlinghausen zu Gast: Familienbesuche, Erholungs-aufenthalte, die Feier zur Silberhochzeit, aber auch Studien zur Arbeitswelt.

  

Marianne Weber (1870 - 1954) war eine bedeutende deutsche Frauenrechtlerin und Rechtshistorikerin.

  

Niklas Luhmann und Oerlinghausen

Niklas Luhmann (1927 - 1998) wohnte bis zu seinem Tod mehrere Jahrzehnte in Oerlinghausen. Er war ein bekannter Soziologe, Philosoph, Jurist, Verwaltungsbeamter und Gesellschaftstheoretiker.  Er gilt als Begründer der soziologischen Systemtheorien und hat zahlreiche Publikationen herausgebracht.  Mit seiner Berufung 1968 wurde Luhmann der erste Professor der Universität Bielefeld. Aktuell hat die Universität Bielefeld den Nachlass von Luhmann erworben und wird ein Luhmann-Archiv errichten.

Zwei Jahre nach seinem Tod wurde im Jahr 2000 das vorherige "Städtische Gymnasium Oerlinghausen" in Niklas-Luhmann-Gymnasium umbenannt.

  

Carl David Weber

Carl David Weber (1824 -1907) Onkel von Max Weber und Großvater von Marianne Weber hat die Entwicklung von Oerlinghausen stark gefördert.

Um der preußischen Wehpflicht zu entgehen, verlegt er 1850 sein Geschäft von Bielefeld nach Oerlinghausen. Dazu kauft er ein Gebäude an der Detmolder Straße. Seine Leinenhandlung spezialisierte sich auf feinstes handgesponnenes Oerlinghauser Feinleinen.

Im Weberpark der Stadt Oerlinghausen befindet sich eine Büste von Firmengründer Carl David Weber. Er hat den Oerlinghausern das Kranken- und Altenheim "Mariannenstift" geschenkt. Außerdem förderte er den Bau der Synagoge. Im Jahr 1900 war er an der Gründung eines Elektrizitätswerks führend beteiligt.

 

Quellennachweis: Wikipedia, Prof. Joachim Radkau "Max Weber - die Leidenschaft des Denkens", Universität Regensburg, Philosophische Fakultät II, Neue Westfälische

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