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18. November 2025

„Es ist besser, Oerlinghausen zu verlassen!“

vier Männer vor der Rathauseingangstüre aus Holz mit einer Uhr oben in der Mitte

Broschüre erinnert an jüdische Flüchtlinge der NS-Zeit

Eine neue digitale Broschüre dokumentiert die Flucht- und Emigrationsgeschichten jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Oerlinghausen während der NS-Zeit. Der Historiker Jürgen Hartmann hat dafür die Lebenswege von Siegfried Bornheim, Ernst und Lilly Heimann (Montevideo/Uruguay), Julius und Klara Kulemeyer mit ihren Söhnen Heinz und Fritz (Moisés Ville/Argentinien) sowie von Carl, Bertha und Rudolf Paradies (Manila/Philippinen) rekonstruiert. Die Veröffentlichung macht persönliche Schicksale sichtbar und zeigt zugleich die Belastungen, denen die Familien ausgesetzt waren. Die Broschüre ist ab sofort auf der Homepage der Stadt verfügbar.

Im Frühjahr kommenden Jahres wird Jürgen Hartmann die Ergebnisse seiner Recherchen in einem öffentlichen Vortrag im Bürgerhaus vorstellen. Die Veranstaltung wird vom Ortsverein Oerlinghausen des Heimatbundes Lippe und der Initiative Stolpersteine Oerlinghausen gemeinsam organisiert.
In der Bergstadt erinnern derzeit 13 verlegte Stolpersteine an Opfer der nationalsozialistischen Gewalt. Geplant ist, im zweiten Quartal 2026 Stolpersteine für die in der Broschüre porträtierten Geflüchteten zu setzen.

Bürgermeister Peter Heepmann betont die Bedeutung des Projekts: „Die enge Zusammenarbeit von Forschung, Initiativen und Stadt stärkt unsere Erinnerungskultur. Geschichte wird sichtbar und verständlich – und erinnert uns daran, Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen.“

Über den Termin des Vortrags und die geplanten Stolpersteinverlegungen informiert die Stadt zu Beginn des neuen Jahres. Die Broschüre ist auf der städtischen Homepage abrufbar.

Fotounterzeile (von links):
Erinnerungskultur wird großgeschrieben: Klaus Schäfer (Initiative Stolpersteine), Horst Biere (Heimatbund und Stolpersteininitiative), Jürgen Hartmann (Historiker und Autor) und Bürgermeister Peter Heepmann.