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Kommunen im Kreis Lippe für einzigartige Kooperation in der Digitalisierung ausgezeichnet

Kommunen im Kreis Lippe für einzigartige Kooperation in der Digitalisierung ausgezeichnet

Auszeichnung als "Bestes Kooperationsprojekt"

Digitalisierung ist ein Megatrend, der in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Einzug gefunden hat. Kommunen müssen sich diesen veränderten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger annehmen, nachhaltige Strukturen und nutzerzentrierte, digitale Angebote schaffen. Aufgrund der Komplexität steht jede einzelne Kommune vor besonderen Herausforderungen.
Im Kreis Lippe gibt es dafür ein einzigartiges Model, das beim eGovernment Wettbewerb 2021 unter der Schirmherrschaft von Kanzleramtschef Helge Braun in Berlin als „Bestes Kooperationsprojekt“ ausgezeichnet worden ist.
Anfang 2020 startete im Kreis Lippe auf Initiative der Stadt Detmold eine Kooperation der lippischen Digitalisierungsbeauftragen und CDOs (Chief Digital Officer), um im Bereich Digitalisierung gemeinsam Grundlagen und Mehrwerte für die Städte und Gemeinden und den Kreis zu schaffen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden unterschiedlicher Größenordnung sowie der Kreisverwaltung Lippe funktioniert ohne formelle Strukturen. Regelmäßig tauschen sich die Digitalisierungsexperten online über aktuelle Projekte, Sachstände und neue Ideen aus. Besonders im Fokus stehen nachhaltige Lösungen, die Mehrwerte für die Einwohnerinnen und Einwohner im Kreis Lippe schaffen sollen.
Das Urteil der Fachjury: Die Kooperation in Lippe sei in dieser Form einmalig. Jury-Mitglied Ilona Benz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung beim Gemeindetag Baden-Württemberg, hob hervor: „Eine wertschätzende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und mit der Kreisverwaltung ist auch für die kommunale Digitalisierung ein echtes Zukunftsmodell. Ressourcenbündelung, gemeinsame Beschaffung, Skaleneffekte, Wissenstransfer und gegenseitige Motivation sind nur die offensichtlichsten Vorteile. Wo kreative und engagierte Menschen zusammenkommen, gewinnen alle.“
Die Verantwortlichen für die Digitalisierung in Lippe machen sich gemeinsam bereit für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Demnach sollen alle Verwaltungsdienstleistungen einer Kommune bis 2022 online angeboten werden. Sie nehmen gemeinsam an Workshops und Schulungen zu relevanten Themen Teil und übernehmen Ideen und Vorgehensweisen anderer Städte und Gemeinden.
Projekte, wie die Einführung eines einheitlichen Serviceportals für alle Kommunen oder die Umsetzung digitaler Akten, die für jede Verwaltung eine große Aufgabe darstellen, werden gemeinsam vorbereitet, besprochen und umgesetzt. Alle Kommunen profitieren dabei von dem Austausch untereinander und den Erfahrungen der anderen Städte und Gemeinden. Das hilft jedem einzelnen bei der Umsetzung der Digitalisierung vor Ort.
„Die Bürgerinnen und Bürger stehen immer im Mittelpunkt unserer Arbeit“, berichtet Sabine Lindhorst von der Stadt Oerlinghausen: „Es geht darum, ihnen die Vorteile und Möglichkeiten der Digitalisierung zugutekommen zu lassen. Wir möchten ihnen einen einfacheren Zugang zu unseren Dienstleistungen geben und für Sie innovative Projekte in Oerlinghausen umsetzen. Auf der anderen Seite sind verbesserte, digitalen Abläufen innerhalb der Verwaltung ein Gewinn für alle.“
Dabei ist die enge Zusammenarbeit und Abstimmung im Kreis Lippe für die CDOs und Digitalisierungsbeauftragen eine wichtige Voraussetzung, um die gemeinsame Herausforderungen und Aufgaben zu stemmen. Das sah auch die Jury des eGovernment Wettbewerbes 2021 so, für die sich die Kooperation auf Initiative der Stadt Bad Salzuflen beworben hatte. Die lippischen Kommunen erreichten Ende September den ersten Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt 2021“ vor dem Bayerischer Landkreistag und dem Land Hessen mit der Metropolregion Rhein-Neckar und dem Kreis Bergstraße.
„Diese Auszeichnung ist Ansporn für uns, in Oerlinghausen und im gesamten Kreis Lippe die Digitalisierung mit unserer Kooperation gemeinsam weiter voranzubringen“, so Sabine Lindhorst.

Melanie Koring (Erste Beigeordnete und Kämmerin der Stadt Bad Salzuflen, v.l), Lena Sargalski (Strategie, Innovation und Digitalisierung bei der Stadt Bad Salzuflen) und Bürgermeister Dirk Tolkemitt haben den Preis in Berlin stellvertretend für die Kommunen und den Kreis Lippe entgegengenommen.

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